Eltern gegen Theißtalschule


Am Montag den 25.ß5.09 fand in der Alteburgschule eine Versammlung statt, in der die Eltern über die aktuelle Situation der weiterführenden Schulen in Idstein informiert wurden. Seitdem regt sich der Protest der Eltern. Am Donnerstag den 28.05 haben Schüler der Alteburgschule im Ort eine Unterschriftenaktion gestartet und über 2300 Unterschriften gesammelt. Diese wurdem dem Landrat übergeben.

Am 10.06.09 tagte der Kreisschulausschuß in der IGS Wallrabenstein und gab nach über zweistündiger Diskussion grünes Licht für den Entschluß daß die Limesschule ab dem Schuljahr 2009/2010 vierzügig wird. Der Kreistag hat dieser Lösung in der Kreistagssitzung vom 23.06.09 zugestimmt und somit können alle Kinder aus den umliegenden Orten die weiterführenden Schulen in Idstein besuchen.

Weitere Informationen zur Limesschule finden Sie auf der Homepage der Schule unter
http://www.limesschule-idstein.de/. Informationen zur Theißtalschule finden Sie unter www.theisstalschule.de

Nachfolgend die Berichte der Idsteiner Zeitung vom 27.05./11.06 und 24.06.2009.

Vielen Dank

www.kroeftel.de sagt allen Eltern und Kindern die diese Lösung durch ihren Protest und Ihren Einsatz erst ermöglicht haben: VIELEN DANK und laßt Euch bitte weiterhin nicht alles gefallen.

Schüler dürfen nach Idstein

Endlich geschafft

Die Kröfteler Kinder dürfen nach Idstein zur Schule



KREISTAG Limesschule wird vierzügig / Eltern atmen auf

KREIS. "Alles wurde von jedem gesagt", brachte es FDP-Frau Anne Linke-Diefenbach bei der gestrigen Kreistagsitzung zum Thema Schulpolitik im Idsteiner Land treffend auf den Punkt. Und am Ende kam nach zweistündiger Debatte doch ein (bei nur einer Enthaltung) einstimmiges Votum heraus: Die Begrenzung auf maximal drei Parallelklassen von 99 Grundschulabsolventen an der Idsteiner Limesschule wurde aufgehoben, so dass für die Sekundarstufe I ab dem Schuljahr 2009/2010 die Vierzügigkeit zugelassen ist.
Aufatmen bei einem Dutzend betroffener Eltern, die mit Plakaten zur Sitzung in die Stadthalle von Bad Schwalbach gekommen waren, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen: Sie hatten nicht einsehen wollen, dass ihre Kinder mit dem Schulbus am wohnortnnahen Idstein vorbei bis zur zur Niedernhausener Theißtalschule fahren sollten, obwohl es an der Limesschule genügend Kapazität für eine weitere Parallelklasse gab - von den Lehrkräften her wie auch von der Raumsituation.
Landrat Burkhard Albers ließ noch einmal die Veränderung der Schullandschaft im Rheingau-Taunus in den vergangenen Jahren mit dem Auslaufmodell Hauptschule Revue passieren, die eine neue Lenkung der Schülerströme und deren Verteilung auf die Schulen zur Folge hatte. Indirekt wies Albers der Limesschule eine gewisse Mitverantwortung an den jüngsten "Verwerfungen" zu: Obwohl man um das Ergebnis der neunmonatigen Mediationsrunde wusste, wonach nur drei Klassenzüge für die Sekundarstufe zugelassen waren, habe die Limesschule weiter Werbung für sich betrieben mit der Folge, dass sie überwählt wurde. "Das war so nicht absehbar" erklärte der Landrat, der dem Kreistag nun empfahl, den Schulentwicklungsplan "an die Realtitäten anzupassen".
Nachdem Albers die Niedernhausener Theißtalschule in der vorigen Woche aufgefordert hatte, von G 8 auf G 9 zurückzukehren, um sich zu profilieren, erklärte er gestern, dass der Schulträger der Schule damit "überhaupt keine Vorschriften machen wollte". Ein entsprechender Passus wurde aus der Beschlussvorlage gestrichen. "Missmanagement", "Einfallslosigkeit" bis hin zu "Unwissenheit über Schulentwicklungstendenzen" warf Norbert Wolter von den Grünen der Koalition von CDU und SPD vor. Ein Ergänzungsantrag der Grünen und der FDP, die unter anderem durchsetzen wollten, dass künftig vor der Durchführung von Verteilkonferenzen der Schulausschuss und die Gemeinden rechtzeitig informiert werden sollen, wurde mehrheitlich abgelehnt..

Idsteiner Zeitung vom 24.06.09 von Heide Tittel

"Wir sind keine Zugvögel"

Protest der Schüler und Eltern



SCHULE Ausschuss: Waldemser und Idsteiner Kinder sollen in der Limesschule büffeln

IDSTEINER LAND. Die Idsteiner Limesschule soll ab dem Schuljahr 2009/2010 für die Sekundarstufe I unbegrenzt vierzügig werden. Das beschloss gestern Abend der Kreisschulausschuss nach über zweistündiger Diskussion einstimmig. Damit sendet das Gremium aus seinem Sitzungssaal dem Lehrerzimmer der IGS Wallrabenstein ein deutliches Signal an den Kreistag, der am 23. Juni endgültig darüber zu entscheiden hat.
Im Klartext heißt das für die Kinder aus Waldems und den östlichen Idsteiner Vororten, dass sie im Grunde genommen in den kommenden Jahren nahezu eine Aufnahmegarantie an die Idsteiner Limesschule erhalten. Nicht einig waren sich dagegen die Ausschussmitglieder, wie gleichzeitig die Niedernhausener Theißtalschule im Profil gestärkt werden soll. In der aktuell vorgelegten erweiterten Beschlussvorlage von Landrat Burkhard Albers soll die Theißtalschule vom Kreistag aufgefordert werden, ihr Angebot im Gymnasialzweig von G 8 auf G 9 zurückzuführen, um damit mit einem längeren Schulangebot für Schülerinnen und Schüler attraktiver zu werden. Da Albers Vorlage jedoch erst kurzfristig vorlegte, sahen sich gerade die Vertreter der kleinen Fraktionen im Ausschuss nicht in der Lage, spontan weitere alternative Profilverbesserungen der Niedernhausener Einrichtung einzubringen. Alle Fraktionen wollen sich jetzt bis zum 23. Juni Gedanken machen, mit welchen Mitteln der Schulstandort Niedernhausen gestärkt werden kann.
"Ich will nach Idstein in die Schule", "Die Busfahrt dauert viel zu lange", "Wir wollen auf die Limes, nicht nach Niedernhausen", "Wir sind Kinder, keine Zugvögel" oder "Heftricher sind auch Idsteiner" - Kinder und Eltern aus Waldems und den östlichen Idsteiner Stadtteilen waren zum Sitzungsort geeilt und zeigten demonstrativ auf Plakaten und Transparenten, was sie von den bisherigen Schulplänen, die Kinder per Bus nach Niedernhausen zu kutschieren, halten.
Schon bei seiner Ankunft machte Landrat Burkhard Albers im Pulk der Kinder mit Blick auf die Plakate klar: "Wir entscheiden heute für euch, für alle." Nicht nur mit Plakaten machten die Eltern mit ihren Kindern den Politikern so richtig Dampf: Marion Arnold, Schulelternbeiratsvorsitzende der Heftricher Alteburgschule, übergab dem Landrat vor der Sitzung einen dicken Packen mit 2300 Unterschriften, die den Eltern- und Bürgerwillen dokumentieren, dass Waldemser und Idsteiner Kinder die Limesschule besuchen und nicht nach Niedernhausen gehen sollen. Tenor der Ausschussdebatte war letztendlich, dass der Schulentwicklungsplan an die tatsächlichen Bedürfnisse der Kinder und den schulischen Gegebenheiten (freie Kapazitäten an der Limesschule) angepasst werden muss.
Gekoppelt war die Debatte an einen kleinen Exkurs in Sachen gescheiterte gymnasiale Oberstufe an der Limesschule. Hier machte der Landrat unmissverständlich klar: "Den Bau an der gymnasialen Oberstufe wird der Kreis 2010/2011 unverzüglich beginnen. Die gymnasiale Oberstufe wird dort kommen. Das ist ein starkes Signal des Schulträgers, dass wir an die Limesschule glauben."

Idsteiner Zeitung vom 11.06.09 Von Volker Stavenow

Eltern gegen Theißtalschule

Im Idsteiner Land gibt es wieder Unmut. Waldemser Grundschüler wollen nicht an die Theißtalschule.Archivfoto: RMB / Wolfgang Kühner


SCHULE Waldemser und Idsteiner wollen in Limesschule

IDSTEINER LAND (iz). Da der Kreis für die Eltern entschieden habe, dass Heftricher und Waldemser Kinder mit dem Bus an die Niedernhausener Theißtalschule fahren müssten, hätten die in Heftrich auf einer Krisenversammlung zusammen gekommenen 80 Eltern einstimmig beschlossen, ihre Kinder nicht an die Theißtalschule zu schicken. Das teilten jetzt Eltern in einer Mitteilung mit. Sollte der Kreis als Schulträger dem Elternwunsch nicht nachkommen und keine 4. Klasse im Gymnasialzweig an der Limesschule einrichten, wollen die Eltern ihre Kinder in kreisfremden Schulen unterrichten lassen. Auf den Kreis kämen laut Eltern zusätzliche Kosten in Form von Schulgeld zu.
In der Alteburgschule in Heftrich wurde zu einer Informationsveranstaltung bezüglich der Schulzuweisung im Idsteiner Land eingeladen, (die IZ berichtete). Rund 80 Eltern, Schulelternbeiräte, Politiker und der Bürgermeister der Gemeinde Waldems, Werner Scherf, erhielten zunächst Informationen von Schulleiterin Prippenow. Am Mittwoch vergangener Woche sei sie darüber unterrichtet worden, dass 12 Schüler der Alteburgschule sowie neun Schüler der Grundschule am Sommerberg in Weilrod-Riedelbach durch die Entscheidung der Verteilerkonferenz keine 5. Klasse der weiterführenden Schulen in Idstein besuchen könnten, sondern der Theißtalschule in zugewiesen wurden.
Am 21. Mai hätten die Eltern erstmals durch einen Artikel in der IZ erfahren, dass auch ihre Kinder künftig nach Niedernhausen fahren müssten und der Kreis hierfür in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schulamt einen "Schnellbus" zu Beginn der ersten Schulstunde eingerichtet habe. Einen Tag später habe ein Teil der Betroffenen durch den Leiter der Theißtalschule die Bestätigung über die Aufnahme ihres Kindes an einer Schule erhalten, die von keinem dieser Eltern angewählt worden sei. Bei seiner Entscheidung berufe sich der Kreis auf die erst vor wenigen Monaten vom Kreistag beschlossene Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes, der für die Limesschule eine Dreizügigkeit im gymnasialen Bereich vorsieht, für die Theißtalschule, die bisher zweizügig fährt, sei keine entsprechende Regelung getroffen worden.
Entgegen dieser Kapazitätsbegrenzung, festgelegt zu einem Zeitpunkt, als die Limesschule gerade den ersten Jahrgang im gymnasialen Bereich aufgenommen habe und nicht vorhersehbar war, dass sich im nächsten Jahr 80 und im übernächsten Jahr 106 Schüler anmelden würden, könnte die Limesschule aufgrund ihrer Räumlichkeiten und der vorhandenen Lehrer ohne Probleme eine 4. Klasse im Gymnasialbereich einrichten.
Da die tatsächliche Kapazität der Limesschule noch nicht ausgereizt sei, stellt sich für die betroffenen Eltern die Frage, ob die Einberufung der Verteilerkonferenz überhaupt rechtens gewesen sei. Dies werde von einer Rechtsanwältin geprüft und gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt.
Zudem sei im hessischen Schulgesetz die Wahlfreiheit der Eltern für den gewünschten Bildungsgang garantiert und in einer nötigen Verteilerkonferenz sei möglichst weitgehend dem Elternwunsch zu entsprechen.Klargestellt wurde laut Darstellung der Eltern auch, dass man nichts gegen die Theißtalschule als solche habe, die betroffenen Kinder jedoch keinerlei Bezug zu dieser Schule und zu Niedernhausen hätten. Die Theißtalschule sollte sich, wie ebenfalls in der Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes vorgesehen und von der Gemeinde Niedernhausen bereits angemahnt, weiter profilieren und in ihrem Angebot Alternativen zu den weiterführenden Schulen in Idstein bieten. Wenn sie sich, wie diese Schulen auch, auf dem jährlich in der Idsteiner Stadthalle stattfindenden Infoabend vorstellt und auch Gelegenheit gibt, die Schule an einem Tag der offenen Tür kennenzulernen, werden Eltern sich künftig freiwillig und nicht durch Entscheidung von oben für die Theißtalschule in Niedernhausen entscheiden.
In der nächsten Sitzung des Kreisschulausschusses werde die Angelegenheit als Punkt auf der Tagesordnung erscheinen und die Eltern wollen durch ihre Präsenz ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Die anwesenden Vertreter der politischen Parteien hätten den Betroffenen ihre volle Unterstützung auf dem eingeschlagenen Weg zugesagt.

Idsteiner Zeitung vom 27.05

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