Suche nach Familienvater in Nieder-Oberrod

Suche nach Familienvater

14.02.2011 - NIEDER-OBERROD

(red). 50 Einsatzkräfte waren am vergangenen Donnerstagabend ab 20 Uhr vier Stunden lang mit der vergeblichen Suche nach einer vermissten Person in Idstein-Oberrod beschäftigt. Darüber informiert der Idsteiner Stadtbrandinspektor Werner Volkmar. Laut Auskunft der Idsteiner Polizeistation am gestrigen Sonntag wurde der Mann noch immer nicht gefunden.

Ein 30-jähriger Familienvater habe mit Selbstmordabsichten gedroht; er wolle von einem Hausdach springen. Als die ersten Einheiten von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei am Einsatzort eintrafen, habe das Vorhaben eine schnelle Wendung genommen. Der Mann sei rückseitig vom Gebäude geklettert und ungesehen vermutlich durch den Garten geflüchtet.

Weil bekannt gewesen sei, dass er ausreichend Medikamente mit sich führe, die bei Einnahme tödliche Wirkung erzielten, sei eine umfangreiche Suchaktion gestartet worden. Idsteiner Feuerwehren aus Nieder-Oberrod, Kröftel und Heftrich sowie der Einsatzleitung aus Idstein waren eingesetzt. Sie suchten laut Volkmar mit Fahrzeugen, Scheinwerfern und Wärmebildkamera weitläufig die umliegenden Gebäude und sowie Feld und Waldgebiete um Oberrod ab.

Unterstützt wurden sie durch die Polizei Idstein, den Polizeihubschrauber aus Rheinland Pfalz mit Nachtsichtgerät, die Rettungshundestaffel des Rheingau-Taunus-Kreises mit sechs Hunden, den Rettungsdienst mit Notarzt sowie einen Mitarbeiter der Notfallseelsorge.

Nachdem die Flächensuche aus der Luft wetterbedingt bereits gegen 23 Uhr habe beendet werden müssen und auch die Suche der Rettungshunde erfolglos geblieben sei, sei in Abstimmung mit der Polizei die Suche gegen Mitternacht abgebrochen worden.

Auch Idsteins Bürgermeister Gerhard Krum sei vor Ort gewesen und habe sich von der Einsatzleitung über die Lage informieren lassen.


Idsteiner Zeitung vom 14.02.2010


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